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25. April 2015 Landesblasorchester Baden-Würtemberg gastiert am 25.04.2015 in der Reblandhalle
Blasmusik   trifft   es   nicht   ganz,   was   ein   musikfreudiges   Publikum   in   Neckarwestheim   zu   hören   bekam.   Das   Landesblasorchester   Baden- Württemberg   gastierte   in   der   Reblandhalle   mit   einem   symphonischen   Vortrag   von   Meisterwerken   der   internationalen   Musikliteratur.   Die 85   männlichen   und   weiblichen   Spieler   versetzte   fast   250   Zuhörer   in eher   übersinnliche   Sphären.   Unter   der   Leitung   ihres   Dirigenten,   des Niederländers   Björn   Bus   (35),   bot   das   Orchester   einen   selten   zu hörenden   Einblick   in   das   kompositorische   Schaffen   neuzeitlicher Komponisten.   Die   "Ouverture   solennelle"   des   deutsch-russischen Tonschöpfers    Reinhold    Moritzewitsch    Glière    beeindruckte    durch ihre    volltönende    Feierlichkeit.    Man    könnte    es    Programm-Musik nennen,   was   der   Franzose   Serge   Lancen   in   seiner   Hymne   "Cap Kennedy"   auf   die   Eroberung   des   Mondes   durch   den   Menschen eingefallen   war.   In   Noten   beschreibt   der   Komponist   die   Zündung der    Apollo-11-Rakete     bis     zur     glücklichen     Landung     auf     dem Erdtrabanten.   Eine   Verbeugung   vor   dem   deutschen   Barockmusiker und   Kantor   an   der   Leipziger Thomaskirche,   Johann   Sebastian   Bach hat     der     Deutsche     Johannes     Stert     in     seiner     dreisätzigen Komposition   "Bachseits"   vollführt.   Er   wollte   damit,   sagte   er   einmal, "alle    Farben    des    Blasorchesters    herausholen".    Nach    der    Pause ging   es   weiter   mit   "The   fool's   journey"   des   Niederländers   Hans   van der    Heide.    Mit    den    Zuhörern    begleitet    er    damit    die    Reise    des Narren    aus    dem    Tarot-Spiels.    Hier    reist    der    Zuhörer    zu    den verschiedenen   Kartenbildern   mit   ihren   unterschiedlichen   Deutungen   und   Bedeutungen,   vorbei   an   Herrscherin   und   Herrscher,   vorbei   an Papst    und    Teufel    bis    zur    Selbsterkenntnis    und    höchster    Einsicht    -    in    Gottes    Herrlichkeit    oder    ins    Nirwana,    je    nach    religiösem Standpunkt. Das Publikum dankte mit frenetischem Beifall und "standing ovations".
25 April 04. Juli - 05. Juli 2015 Musikfest vom 04.07. - 05.07. 2015 im Festzelt am Musikerheim
Eröffnet   hatte   das   Musikfest   der   Verein   aus   dem   benachbarten   Walheim,   dem   sich   die   Band „Awoken   Rock“   mit   Rock-und   Popmusik   der   letzten   Jahre   anschloss.   Zum   Weißwurst-Frühstück am   folgenden   Tag   spielten   die   Musiker   aus   Auenstein,   bis   die   Vereinsjugend   des   Musikvereins, später   die   Spieler   aus   Großbottwar   und   schließlich   die   Aktive   Kapelle   das   Festzelt   mit   ihren Melodien füllten. Das   nennt   man   ausgesprochenes   Pech:   Als   der   Schlussläufer   der   Mannschaft   „Bauwagen   2“ anschlug,   geriet   der   Vorgang   so   heftig,   dass   noch   ein   kräftiger   „Schucker“   Wasser   aus   dem Butten   schwappte.   Trotzdem:   Mit   zwar   nur   noch   300   Gramm   übriger   Flüssigkeit   belegte   der Endläufer   dieses   Teams   beim   zweiten   Buttenlauf   noch   den zweiten   Platz.   Sieger   wurde   diesmal   die   dritte   Mannschaft des    Bauwagen-Teams.    Der    Lauf    mit    den    bis    zu    40    Kilo schweren    Weingärtners-Bütten    war    im    letzten    Jahr    vom Musikverein    nach    längerer    Pause    wiederbelebt    worden.    Genügend    Wasser    stand    bereit.    Die Feuerwehr,   die   tags   zuvor   ihre   Hauptübung   an   und   in   der   Bühlhalle   abgehalten   hatte,   hatte   extra den    Hydranten    vor    dem    Musikerheim    freigeschaltet,    so    dass    es    für    die    neun    teilnehmenden Mannschaften   nicht   an   kühlem   Nass   fehlte.   Benjamin   Fezer   vom   Musikverein   hatte   sich   wieder einen    schwierigen    mit    Schikanen    verschärften    Rundkurs    für    den    Buttenlauf    ausgedacht.    Die Teilnehmer   mussten   mit   dem   gefüllten   Butten   eine   Wippe   passieren,   einen   Slalom   absolvieren, zwei   Querstangen   in   verschiedener   Höhe   überqueren,   an   der   Getränkestation   sich   zunächst   eine Flasche   Wein   aus   einem   Kasten   holen,   ein   Zehntele   in   ein   Glas   eingießen,   austrinken   und   die Flasche   wieder   zurückstellen.   Dann   einen   Tennisball   in   eine   Kiste   zu   werfen,   einen   recht   steilen Wiesenrain   zu   erklimmen   und   nach   einer   Haarnadelkurve   das   Wasser,   oder   das,   was   davon   noch übrig   war,   in   einen   großen   Lesebottich   zu   entleeren.   In   einem   komplizierten   Rechenverfahren wurden   die   Punkte   nach   Geschwindigkeit   und   übriger   Wassermenge   vergeben.   Die   Zuschauer,   die sich    vor    dem    Musikerheim    ein    möglichst    schattiges    Plätzchen    gesucht    hatten,    feuerten    ihre Favoriten   nach   Kräften   an.   Insgesamt   hatten   sich   neun   Mannschaften   zusammengefunden,   drei allein    vom    Bauwagen,    darunter    eine    reine    Mädchengruppe.    Der    Bauwagen    ist    ein    lockerer Freundeskreis,   der   sich   in   ganz   unterschiedlicher   Teilnehmerzahl   in   einem   Bauwagen   am   Neckar gegenüber der Lauffener Ulrichsheide trifft.
04 Juli 01. August 2015 Sportlicher Auftritt beim Badfest in Untersteinbach
Am   Samstag,   1.   August,   legte   eine   Delegation   des   Musikvereins   keinen musikalischen,       sondern       einen       sportlichen       Auftritt       hin.       Beim Beachvolleyballturnier    auf    dem    Badfest    der    befreundeten    Blaskapelle Untersteinbach     konnte     das     Team,     mit     lautstarker     Unterstützung     der mitgereisten   Fantruppe,   seinen   4.   Platz   vom   letzten   Jahr   halten.   Es   war wieder   ein   Riesenspaß   ,   der   sicherlich   auch   im   nächsten   Jahr   wiederholt wird.
01 August 30. Januar 2016 Jahresfeier 2016 in der Reblandhalle
Musikalische Weltreise mit dem Musikverein. Die    meiste    Zeit    befand    sich    das    Publikum    in    der    Luft.    Bei    seinem    Jahreskonzert    in    der Reblandhalle   hatte   der   Musikverein   Neckarwestheim   zu   einem   musikalischen   Flug   um   die   Welt eingeladen.    Erstmals    hatten    die    Musiker    auf    eine    Bewirtung    während    der    musikalischen Darbietungen   von   Bläserkids,   Jugendkapelle   und Aktiven   verzichtet   und   die   Bewirtung   ins   Foyer verlegt   –   das   bekam   der   Qualität   der   Vorträge   sehr   gut.   Was   in   der   Musikliteratur,   insbesondere der   für   Bläser,   Rang   und   Namen   hat,   war   in   der Auswahl   von   Dirigent   Martin   Klaschka   vertreten: Johann   Strauss   Sohn,   Kurt   Gäble   oder Andrew   Lloyd   Webber.   Zu   schönen   Hoffnungen   über   ihre musikalische   Entwicklung   berechtigen   auch   die   Bläserkids,   die   unter   der   Leitung   von   Lene Meier-Schellersheim   bewiesen,   dass   bei   ihnen   die   Ausbildung   an   den   Blasinstrumenten   gute Früchte   getragen   hat.   Die   Jugendkapelle,   die   von   Bernhard   Neubauer   dirigiert   wird,   zeigte   sich   in   ihren   Vorträgen   den   Aktiven durchaus   ebenbürtig.   Nostalgie   kam   auf,   als   die   Nachwuchs-Bläser   den   verliebt-sehnsüchtigen   Gesang   „One   Hand,   one   Heart“   aus der   „Westside-Story“   von   Leonard   Bernstein   intonierten,   und   zu   starkem   Beifall   regten   Melodien   aus   dem   Film   „Harry   Potter   und   der Feuerkelch“   an,   der   noch   anschwoll,   als   die   Zugabe   „Dr.   Rock“   intoniert   wurde.   Von   Europa   mit   der   EU-Hymne   über   die   Arabische Halbinsel   und   aztekisches   Feuer   aus   Mexiko   führte   die   Jugendkapelle   durch   die   Welt und   mit   „Hooked   on   a   feeling“   sogar   bis   in   den   Weltraum.   Unter   der   fürsorglichen Begleitung   von   Sandra   Casabona   als   Stewardess   einer   Nachkriegs-Airline   mit   kessem Schiffchen   auf   dem   Haar   unternahm   die   aktive   Kapelle   eine   Reise   um   die   ganze   Erde. Da   überreichte   Johann   Strauß   Sohn   „Rosen   aus   dem   Süden“,   ließ   der   Bayer   Kurt Gäble   das   Auditorium   am   Klang   der   Alpen   teilhaben,   nahm   das   Publikum   anhand   von eingeblendeten   Bildern   Anteil   an   der   symphonischen   Rhapsodie   „Scandinavia“   von Alfred   Bösendorfer   und   zelebrierten   die   Musiker   das   getragene   „Highland   Cathedral“ aus   Schottland.   Stürmischen   Beifall   verdiente   der   junge   Luca   Prechtel   für   seinen   Solo- Vortrag   auf   dem   Sopran-Saxophon   „Coming   Home“.   Eine   schimmernde   Disko-Kugel schwebte   über   der   Bühne   bei   der   abschließenden   Auswahl   von   Melodien   aus   dem Musical   „Starlight   Express“   von   Andrew   Lloyd   Webber.   Für   ihre   musikalische   Leistung kamen die Aktiven natürlich auchnicht ohne Zugabe („Spanish Fever“) davon. Ehrungen Langjährige verdiente Mitglieder des Musikvereins Neckarwestheim hat       die       Vorsitzende       des       Kreis-Blasmusikverbandes Heilbronn, Friedlinde Gurr-Hirsch, während des Jahreskonzerts des Vereins in der Reblandhalle ausgezeichnet.   Für   seine   fast 50-jährige   Treue   zum   Verein   und   seine   Tätigkeit   als Ausschussmitglied   seit   zehn   Jahren   bekam   Lothar   Kämpf   die   Fördermedaille   des Verbandes   in   Bronze.   Martin   Fröhlich   wurde   für   seine   30-jährige   aktive   Tätigkeit   als   Tenorhorn-Spieler   ausgezeichnet,   während   Thilo Volz   für   seine   zehnjährige   aktive   Bläsertätigkeit   an   der   Bass-Posaune   ausgezeichnet   wurde.   Für   Thilo   Volz   nahm   sein   Vater   Dieter Volz die Auszeichnung entgegen. (Text und Foto uhm)
30 Januar